5 JAHRE „MITEINAND IM ALMENLAND“

6. Juli 2020 by Silke Leitner

Etwas über fünf Jahre ist es nun her, dass die ersten Flüchtlinge in Passail angekommen sind. In der Bevölkerung herrschte viel Unsicherheit und Ängste, zum Teil auch Ablehnung.  Aus diesem Grund entschloss sich Hans Knoll mit Unterstützung einiger Freiwilliger,  etwas zu tun und die Flüchtlinge zu unterstützen. So wurden rasch Deutschkurse organisiert, denn, so sind sich alle einig: die Sprache zu lernen ist das Wichtigste, um sich verständigen zu können und damit auch Ängste abzubauen. Immer mehr Freiwillige wollten mithelfen und so wurde im Juli 2015 der Verein „Miteinand im Almenland“ gegründet. Neben der Aus- und Weiterbildung der Flüchtlinge wurde der Schwerpunkt auf den Kontakt mit den Einheimischen gelegt. So wurden interessante Informationsveranstaltungen organisiert, wie etwas mit dem ORF-Korrespondenten Christian Wehrschütz, aber auch Benefizveranstaltungen, u.a. war auch Josef Hader in Passail zu Gast. Sportliche Aktivitäten, kulturelle Veranstaltungen sowie Kommunikation mit Schulen und Vereinen waren ebenfalls wichtig, um ein harmonisches Miteinander und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Und das ist bestens gelungen. So sind viele der Flüchtlinge in der Region geblieben und haben hier eine neue Heimat gefunden. Einige haben in einem der regionalen Betriebe sogar eine Ausbildung begonnen oder mittlerweile bereits abgeschlossen. Auch viele interessante Projekte wurden in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit der Gemeinde umgesetzt. Es wurde u.a. ein Malbuch mit Zeichnungen eines in Passail untergebrachten syrischen Künstlers herausgegeben und  eine Nähwerkstatt wurde eingerichtet, in der unter der Leitung von Josefa Ranzenhofer mittlerweile tausende handgenähte Taschen sowie andere Produkte von geflüchteten Frauen gefertigt wurden. So hat sich Passail zu einer Vorzeigegemeinde in punkto harmonischen Miteinanders von Flüchtlingen und der Bevölkerung etabliert, wie auch der Präsident der Caritas a.D. Franz Küberl betonte. Nach fünf Jahren legte Hans Knoll seine Funktion als Obmann des Vereins zurück, ihm wurde für seinen großartigen Einsatz gedankt. Ihm folgt der bisherige Obmann-Stellvertreter Erwin Vouk mit dem Leitsatz „Nur zuschauen ist zu wenig, man muss auch etwas tun“.

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