MOBILITÄTSKONZEPT FÜR DEN NATURPARK ALMENLAND

1. Mai 2021 by Silke Leitner

Der Naturpark Almenland ist ein wunderbares und vielfältiges Naherholungsgebiet. Besonders in Zeiten von Corona nutzen noch mehr Erholungssuchende die Schönheit des Almenlandes, um hier dem Alltag zu entfliehen und mit der Bewegung in der Natur einen gesunden Ausgleich zu finden. Damit einher geht aber die Problematik des Individualverkehrs, die sich dadurch noch verschärft hat. „Besonders an den Wochenenden kommen unzählige Erholungssuchende auf die Alm. Oft sind aber die ausgewiesenen Parkplätze voll und es wird „wild“ neben der Landstraße oder auf Weideflächen und Zufahrten geparkt. Die Problematik ist, dass die Almbauern nicht mehr zu ihrem Weidevieh gelangen oder in ihrer Arbeit eingeschränkt werden. Doch gerade die Bewirtschaftung der Almen und damit einhergehend der gepflegte Naturraum ist die Grundlage für den Tourismus“, so Obmann ÖR Erwin Gruber.
Bereits seit einiger Zeit arbeitet man deshalb intensiv an einer regionalen Lösung und versucht, die verschiedenen Interessen, von der Almwirtschaft über den Tourismus bis hin zu den Einheimischen, auf einen Nenner zu bringen. Nun soll mit einem groß angelegten Mobiliätskonzept ein für alle passender Weg gefunden werden. Bis Ende des Jahres wird ein umfassendes Konzept erarbeitet, das mit Beginn der nächsten Leaderperiode im nächsten Jahr mit Unterstützung der Regionalentwicklung Oststeiermark dann seine Umsetzung finden soll. Mit eingebunden ist eine 20-köpfige Steuerungsgruppe, die sich aus allen Bürgermeistern der sechs Almenlandgemeinden, Vertretern von Tourismus, Wirtschaft, Almbauern sowie den Dachorganisationen des Almenlandes zusammensetzt. Darin einfließen werden die Ergebnisse einer Masterarbeit, bei der 500 Erholungssuchende und 100 Bewirtschafter befragt wurden und die wichtige Erkenntnisse liefert. Auch werden einige Pilotprojekte bereits diesen Sommer ausgeführt werden. So sollen bei der Roten Wand die Parkplätze verdoppelt und mittels eines Schrankens beschränkt werden. In der Breitenau werden beim Zugang zum Schüsserlbrunn beim Gasthaus Zirbisegger ebenfalls die Parkplätze erweitert und markiert. Beide sind in Zukunft kostenpflichtig. Auch ein Ausflugsziele-Bus ist angedacht. Die Erfahrungen daraus werden in das Konzept einfließen und dabei helfen, klimafreundliche Mobilitätsalternativen zu schaffen.
So wird der Naturpark Almenland auch in Zukunft eine erholsame und lebenswerte Region für Gäste als auch Einheimische im Einklang mit der Almwirtschaft sein.

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