BAUSTART FÜR DEN HOCHWASSERSCHUTZ IN SCHREMS UND TYRNAU

6. Juni 2021 by Silke Leitner

Bereits seit einigen Jahren ist man sich in der Gemeinde Fladnitz/T. und der Stadtgemeinde Frohnleiten der Gefährdung großer Teile des Siedlungsgebietes und der Infrastruktur durch den Tyrnauerbach bewusst. Insgesamt liegen 310 Objekte im Gefahrenbereich, an Infrastruktur sind 600 lfm Südbahnstrecke, rund 13 km Landesstraßen und 10 km Gemeindestraßen und sonstige Wege mit insgesamt 40 Brückenbauwerken betroffen. Aus diesem Grund wurde in Zusammenarbeit mit der Wildbach- und Lawinenverbauung ein groß angelegtes Hochwasserschutzprojekt erarbeitet. Der erste Teilbereich, der nun in Angriff genommen wird, umfasst eine Gerinneverbauung, Sanierung, die Instandhaltung sowie die Errichtung einer Flutmulde im Überlastungsfall, weiters Geschiebe- und Wildholzfiltermaßnahmen und darüber hinaus die Sanierung und Anpassung eines bestehenden Ablenkdammes.
Mit diesen Maßnahmen wird es auch möglich sein, die Gefahrenzonenpläne den geänderten Sicherheitsverhältnissen anzupassen. Dies ist dringend nötig, da sich zahlreiche Wohnobjekte direkt entlang des Tyrnauerbaches und so in der roten Zone befinden. Das birgt nicht nur große Gefahren für die Bewohner, sondern auch Zu- und Neubauten sind in diesem Bereich nicht umsetzbar, was wiederum eine Abwanderung zur Folge hat. Dieser will man damit ebenfalls entgegensteuern.
Die Kosten für dieses Großprojekt, das über 20 Jahre laufen wird, werden mit 58 % vom Bund, 15 % vom Land Steiermark, 16 % von der Stadtgemeinde Frohnleiten, 5 % von der Gemeinde Fladnitz/T., 4,5 % von der Landesstraßenverwaltung und 1,5 % von der ÖBB getragen.
Mit dem Spatenstich am 2. Juni im Beisein von Landesrat Johann Seitinger wurde so ein wichtiger und zukunftsweisender Schritt gesetzt.

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