MOBILITÄTSKONZEPT IM ALMENLAND NIMMT FAHRT AUF

16. Juli 2021 by Silke Leitner

Am 16. Juli stellte der Naturpark Almenland seine ersten Aktivitäten und Pilotmaßnahmen des in Ausarbeitung befindlichen Mobilitätskonzeptes, auf der Teichalm vor. Eine neue Mobilitätskultur wird entwickelt, und daraus ein geändertes Mobilitätsverhalten geschaffen werden. Mehr entspannte Gäste, die mit mehr Mobilitätsangeboten anreisen können und Respekt und Ordnung sind der Region wichtig.

„Unser wertvoller Naturraum ist die Lebensgrundlage für alle die hier wohnen, arbeiten, wirtschaften und auch Erholung suchen. Diesen zu schützen ist unsere Hauptaufgabe“, so Bgm. ÖR Erwin Gruber, Obmann des Naturpark Almenland. Gruber berichtet auch über die hochinteressante Studienreise nach Deutschland, Vorarlberg und Südtirol. Alle Regionen stehen vor ähnlichen Herausforderungen und haben nahezu gleiche Zugänge damit umzugehen.

DI Erhard Pretterhofer geht auf die Notwendigkeit von sanften E-Bike-Strecken ein. Diese sollten im Laufe des nächsten Jahres gemeinsam mit den 6 Almenland-Gemeinden erarbeitet werden. Ziel ist es vorhandene Wege miteinander zu vernetzen und die E-Biker zu bündeln. Das Miteinander der verschiedenen Naturnutzer (Wanderer, Biker, Landwirte) steht dabei im Mittelpunkt. „Mit Genuss und Entspannung Radfahren, E(ntspannt) Biken“, lautet das Motto.

Das Projekt soll ein Einstieg für eine Gesamtlösung sein. Ziel ist es zukünftig innovative Mobilitätssysteme zu forcieren und intensiv miteinander zu verbinden. Es besteht ein großer Bedarf an Mobilitätsangeboten, daher ist dieses Projekt auch mit bereits vorhanden Systemen wie dem Sammeltaxi Oststeiermark (SAM) und der S-Bahn Steiermark abgestimmt. Auch die vorhanden Verbundbuslinien ins Almgebiet werden verstärkt mitbeworben, denn das Gesamtsystem ermöglicht ein umfangreiches und effizientes Angebot.

„Wenn zB gar kein Bus fährt, kann auch niemand mit dem Bus auf die Alm fahren, so ist eine der ersten Pilotmaßnahmen unser Ausflugsbus“, erzählt Mag. Martin Auer für die KEM Almenland. Dieser fährt im heurigen Sommer ab dem Bahnhof Frohnleiten zweimal ins Almgebiet. Gleichzeitig dreht er seine Runden über die Sommeralm – Brandlucken – St. Kathrein/Off. – Passail und Fladnitz/T. Bei entsprechendem Interesse könnte der Bus um weitere Linien erweitert werden.

Wie wichtig Information ist, zeigt der ab sofort aktive Mobilitäts-Ranger. „Er ist die Antithese zum Sheriff. Er ist „bewaffnet“ mit Informationen, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft“, so Dr. Markus Frewein vom Büro verkehrplus. Dieses zeichnet sich auch verantwortlich für das Mobilitätskonzept und begleitet die Region bei der Umsetzung. In den Sommerferien wird der Ranger im Almgebiet unterwegs sein um Daten zu erfassen und Auskünfte zu erteilen. Übrigens der erste Mobilitäts-Ranger Österreichs.

Das Projekt RESPEKT: Ganzheitliches, ökologisches Mobilitäts- u. Almbewirtschaftungsprogramm für den Naturpark Almenland wird durch eine Förderung seitens der Landes Steiermark unterstützt. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Regionalverband Oststeiermark.

StLREG Projekt – „RESPEKT: Ganzheitliches, ökologisches Mobilitäts- u. Almbewirtschaftungsprogramm für den Naturpark“ GZ ABT17-230108/2020-6

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