KRISENWOHNUNG FÜR FRAUEN UND KINDER IN WEIZ

8. März 2022 by Silke Leitner

Gewaltschutz ist eines der wichtigsten politischen Anliegen von Soziallandesrätin Mag. Doris Kampus. „Wir haben das Budget um mehr als zehn Prozent erhöht. Mein Ziel ist es, auch in den steirischen Regionen das Betreuungs- und Beratungsangebot für Betroffene zu verstärken.“ Diesem Ziel dient eine Krisenwohnung für Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind und die in den nächsten Wochen in Weiz eingerichtet werden wird. Frauen finden dort mit ihren Kindern in Gewalt- und Krisensituationen sicheren Wohnraum. Unterstützung und Beratung leisten der Verein Frauenhäuser Steiermark sowie regionale Gewaltschutzeinrichtungen.

„Eine Krisenwohnung ist ein wesentlicher Teil unseres Netzwerkes zum Gewaltschutz in unserer gesamten Region. Daher stellt die Stadt Weiz in Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft ELIN eine Wohnung in unserer Gemeinde zur Verfügung“, unterstreicht Bürgermeister Erwin Eggenreich. „Wenn eine Frau dann nicht ins Frauenhaus nach Graz fahren muss, ist es einfacher, die positiven sozialen Kontakte in der Region aufrechtzuerhalten. So können zum Beispiel die Kinder dann weiterhin Schule oder Kindergarten besuchen“, hebt LAbg. Dr. Wolfgang Dolesch hervor.
„Wir gehen von einem steigenden Bedarf aus, insbesondere in den Regionen“, betont die Soziallandesrätin. Sie verweist dazu auf die Ergebnisse aus den Beratungen im steirischen Gewaltschutzbeirat, in dem Expertinnen und Experten die Errichtung solcher Krisenwohnungen als eines der dringendsten Projekte genannt haben. „Wir haben diese Empfehlung umgehend aufgegriffen und setzen sie steiermarkweit um.“

Krisenwohnungen wie in Weiz gibt es bereits in Leibnitz, Feldbach, Voitsberg sowie Knittelfeld und Gröbming. Sie ergänzen das Schutzangebot der Frauenhäuser in Graz und Kapfenberg. Grundsätzlich dient die Krisenwohnung – die in Kooperation mit der Stadtgemeinde eingerichtet und vom Sozialressort mit 15.000 Euro pro Jahr gefördert wird – der Stabilisierung von betroffenen Frauen in einer Krisensituation. Der Erstkontakt kann über die Notrufnummer (0316/42 99 00) der Frauenhäuser Steiermark erfolgen.
Die (Weiter-)Betreuung erfolgt über die Frauenhäuser, die Gewaltschutzzentren, Frauen- und Mädchenberatungsstellen und weitere regionale Gewaltschutzeinrichtungen. Die Wohnung soll den betroffenen Frauen zwei Monate zur Verfügung gestellt werden, bei Bedarf ist auch eine Verlängerung
möglich.

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