AKTUELLES

SANIERUNG DER WIEDENBERGSTRASSE FERTIGGESTELLT

18. September 2020 by Silke Leitner

Nach knapp einem Jahr Bauzeit konnte kürzlich das Großprojekt der Sanierung der Wiedenbergstraße erfolgreich abgeschlossen werden. Ein Sanierungsprojekt dieser Größenordnung bedurfte einiges an Vorbereitung und Planung und stellte die Verantwortlichen vor große Herausforderungen. So entsprach die Fahrbahnbreit nicht mehr den heutigen Anforderungen, besonders da sich hier einige Gewerbebetriebe mit damit einhergehenden Schwerverkehr angesiedelt haben, und auch die angrenzende Friedhofsmauer war bereits sanierungsbedürftig und musste komplett erneuert werden. Primäres Ziel in den ersten Monaten war die Abtragung und Neuerrichtung der Friedhofsmauer. Ab Februar folgte die Bauphase 2 mit dem Straßen- und Leitungsbau vom Kreisverkehr bis zum Öbau Reisinger. Trotz coronabedingter Pause konnte im Juni mit der dritten Bauphase – vom Öbau Reisinger bis zur Landesstraße – begonnen und das Sanierungsprojekt schlussendlich am 28. August fertig gestellt werden. Insgesamt wurden auf einer Länge von ca. 600 Metern 12.000 Tonnen Schotter und Kies sowie 2.100 Tonnen Asphalt verbaut. Gleichzeitig wurden auch neue Leitungen verlegt und vorausschauend bereits eine Verrohrung für ein mögliches Glasfaserkabel eingeplant. Eine neue energiesparende Beleuchtung rundet das Projekt ab.

Im Zuge einer Feier Mitte September wurde die neu sanierte Straße von Pfarrer Karl Rechberger gesegnet. Bürgermeisterin  Eva Karrer bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei allen, die zum Gelingen beigetragen haben, v.a. bei Straßenreferent Johann Schrei, Bauleiter Matthias Dremmel, den bauausführenden Firmen, dem gesamten Gemeindeteam, der Pfarre sowie der Friedhofsverwaltung, denn nur durch die gute Zusammenarbeit konnte dieses Großprojekt gelingen. Auch LAbg. Wolfgang Dolesch gratulierte zum erfolgreichen Sanierungsprojekt und mit dem Durchschneiden des Bandes wurde die Straße offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

GESELLSCHAFT IM WANDEL – SYMPOSIUM IN PASSAIL

11. September 2020 by Silke Leitner

Vom 10. bis 12. September 2020 findet in Passail das Symposium zum Thema: „Gesellschaft im Wandel der Zeit“ statt. Wie wollen wir in Zukunft arbeiten, wie wollen wir wohnen, wie wollen wir leben? Das sind die brennenden Fragen, die die Menschen überall beschäftigen. – In einer Markt-Gemeinde wie Passail genauso wie an jedem anderen Ort des Zusammenlebens. Eines steht fest: Wir befinden uns bereits jetzt mitten in diesem Wandel, jedem und jeder von uns wird es tagtäglich bewusster. Im Symposium erarbeiten Experten, Praktiker und Interessierte gemeinsame Wege und Lösungen. Bei der Eröffnung referiert die Philosophin Isolde Charim zum Thema Pluralisierung und die Veränderung der Gesellschaft. Im Anschluss wird mit  Unternehmerinnen und Unternehmern aus Passail diskutiert. Am Samstag referieren Experten aus unterschiedlichen Disziplinen: So wird beim Thema Arbeit die Unternehmerin Astrid Luger über die Gemeinwohl-Ökonomie sprechen, der Anthroposoph Stephan Eisenhut über die Dreigliederung und zum Thema Leben die ökologische Ökonomin Ines Omann. Zum Thema Wohnen wird unter anderen der Architekt und Visionär Stephan Sobl von Core Studio Wien erwartet. Anschließend werden in Arbeitskreisen und am Samstag in einem Workshop die Erkenntnisse bearbeitet und weiterentwickelt. Dabei soll es nicht beim bloßen Reden bleiben, sondern gezielt Visionen entwickelt werden, um auch in Zukunft als Zuzugsgemeinde, aber auch als Wirtschaftsstandort attraktiv zu sein. Parallel zum Symposium gibt es einen Marktplatz, auf dem die Besucher heimische Produkte und Initiativen aus ganz Österreich kennen lernen können. Die Marktgemeinde Passail mit der Bürgermeisterin Eva Karrer werden von Matthias und Verena Florian, Integrales Zentrum Wien begleitet. Das Symposium ist eine Premiere, künftig wird die Gemeinde „ZeitRaumPassail“ mit unterschiedlichen Schwerpunkten alljährlich veranstalten.

ALMENLAND WIRTSCHAFT: STÄRKE DURCH ZUSAMMENHALT

7. September 2020 by Silke Leitner

Gerade in diesen unsicheren Zeiten, in der sämtliche Wirtschaftsbetriebe gefordert sind,  ist Zusammenhalt und eine starke Gemeinschaft so wichtig wie nie zuvor. So bietet die Almenland Wirtschaft ihren rund 70 Mitgliedern ein starkes Netzwerk und mit der aufsehenerregenden Regionskampagne „Gemeinsam pack ma´s!“ werden zusätzliche Hilfestellungen für die Unternehmen geleistet. Denn nur durch Zusammenhalt und mit regionalem Denken können die Betriebe auch in Zukunft weiter bestehen und so Arbeitsplätze in der Region gesichert werden. Darüber berichtete Michaela Hirtler von der Almenland Regionsentwicklungs GmbH im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Almenland Wirtschaft im Kultursaal Passail und gab einen Überblick über diese groß angelegte Kampagne, die mittels LEADER gefördert wird.  

Über die aktuelle Corona-Situation berichtete Landesrätin Dr. Juliane Bogner-Strauß, die als Ehrengast begrüßt werden konnte. Natürlich standen in der anschließenden Diskussion die Auswirkungen der Pandemie-Maßnahmen auf die Wirtschaftsbetriebe im Zentrum. Leider ist nicht vorhersehbar, wie lange die Ausnahmesituation noch dauern wird, doch klar ist, dass die Gesamtfolgen für die Wirtschaft wahrscheinlich erst in einigen Monaten sichtbar sein werden.

Obmann Thomas Reisinger gab einen Rückblick über die vielfältigen Aktivitäten der Almenland Wirtschaft im letzten Jahr  und berichtete über das aktuelle Projekt im Bereich der Mitarbeiterentwicklung , das nun bereits in Ausarbeitung ist.  Unter dem Leitbegriff „Vorzeigeregion der Karrierechancen“ soll auf die Veränderung in der Arbeitswelt, besonders im ländlichen Raum, eingegangen werden. Das Ziel ist die Stärkung der Wirtschaft in der Region mittels Qualifizierung der Mitarbeiter, aber auch Unterstützung der Betriebe bei der Suche nach Lehrlingen und Arbeitnehmer, Beratungsleistungen usw. Auch im Bereich Logistik bzw. Lieferservice ist ein Projekt in Vorbereitung, um dadurch neue Impulse für die Zukunft zu setzen. Inge Reisinger berichtete über das Karrierecenter, das trotz Einschränkungen dennoch auf einem guten Weg ist. Besonders die Lehre mit Matura wird sehr gut angenommen und  auch bei der Lehrlingsqualifikation konnten alle Module stattfinden und war mit 77 teilnehmenden Lehrlingen sehr gut besucht.

 Mit der Wiederwahl des bisherigen Vorstandes geht die Almenland Wirtschaft voller Motivation in die nächste Funktionsperiode und blickt trotz der schwierigen Zeiten zuversichtlich in die Zukunft.

PASSAIL IST FÜR DEN NOTFALL GERÜSTET!

20. August 2020 by Silke Leitner

Gerade in der heutigen Zeit ist das Thema „Blackout“ aktuell wie nie. In der Gemeinde Passail wurde deshalb im Vorjahr das Thema Zivilschutz verstärkt aufgegriffen. So wurde ein engagiertes Zivilschutzteam unter der Leitung von Michael Krautinger eingerichtet und die Bevölkerung zum Thema „Blackout“ in Form einer Vortragsreihe in den verschiedenen Ortsteilen umfassend informiert. Denn, wie Michael Krautinger betont: es ist die Aufgabe der Gemeinde, wichtige Infrastruktur aufrecht zu erhalten, jedoch muss auch jeder selbst vorsorgen, hier ist Eigenverantwortung gefragt. In Folge wurden in der Gemeinde Erhebungen durchgeführt, ein Notversorgungsplan erstellt und damit begonnen, nötige Maßnahmen umzusetzen, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Primäres Ziel ist die flächendeckende Sicherstellung der Infrastruktur wie etwa die Trinkwasserbereitstellung und Abwasserentsorgung. Hier war es nötig, sämtliche relevante Bereiche mit Netzstromumschaltern auszustatten sowie Notromaggregate anzuschaffen. So verfügt man nun neben zwei Zapfwellenaggregaten auch über ein 15 kW Aggregat für das Gemeindeamt sowie ein großes 82 kW Aggregat, das vorwiegend für die Raabursprungalle bestimmt ist. Diese werden regelmäßig Testläufen unterzogen, um die Funktion sicherzustellen. Kürzlich fand die erste Testung im Rathaus statt und das Notstromaggregat hat die Feuertaufe zur vollen Zufriedenheit bestanden

RSB STEUERBERATUNG VERSTÄRKT STANDORT IN WIEN

14. Juli 2020 by Silke Leitner

Die RSB Steuerberatungs GmbH mit Hauptsitz in Birkfeld ist seit Jahren ein verlässlicher Dienstleister in der Steuer – und Unternehmensberatung. Mit der Übernahme der ATP Austrian Tax Partner Steuerberatung GmbH im Juli 2020 kann die Serviceleistung für die bereits bestehenden Wiener Klienten nunmehr durch einen eigenen Standort deutlich ausgebaut werden. Daneben wird auch der Kundenstock durch die Übernahme vergrößert. Neben dem Hauptstandort in Birkfeld und den Zweigstellen in Passail und Lannach stellt Wien nun den vierten Standort dar. Herr Andreas Krejca, bisheriger Geschäftsführer der ATP Austrian TAX Partner Steuerberatung GmbH, stand bereits seit mehreren Jahren in enger Kooperation mit der RSB Steuerberatungs GmbH und begibt sich nun langsam in den wohlverdienten Ruhestand. „Mit der Übernahme bauen wir unsere Position als mittelständische Steuer – und Unternehmensberatung in Österreich weiter aus. Eine unserer großen Stärken, die individuelle, persönliche und gesamtwirtschaftliche Beratung, können wir nun noch besser einsetzen. Uns ist es vor allem wichtig, dass sich die Klienten durch die Neuübernahme weiterhin gut aufgehoben fühlen und uns als wichtigen Partner an ihrer Seite sehen.“, sagen Mag. Hannes Reisenhofer und Matthäus Hofer, Bakk., Geschäftsführer der RSB Steuerberatung.

25 JAHRE ARZBERGER SCHAUBERGWERK

by Silke Leitner

Vor 25 Jahren wurde in Arzberg das Schaubergwerk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und hat seither einen wichtigen Beitrag für Tourismus und Forschung, aber auch den Erhalt der Tradition geleistet. Mit einem feierlichen Festakt und anschließendem Tag der offenen Tür mit vielen Attraktionen wurde dieses Jubiläum gebührend gefeiert.  

Arzberg und der Bergbau waren immer eng miteinander verbunden. Schon der Name „Arzberg“ weist auf seine ursprüngliche Bedeutung als Bergwerksort hin. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte hier der Bergbau eine sehr wechselhafte Geschichte. Seine Blüte erreichte er im 18. Jahrhundert, als bis zu 130 Knappen beschäftigt waren. Im Jahre 1927 wurde der Betrieb endgültig eingestellt.

Auf Initiative von Dr. Leopold Weber und unter Einsatz des damaligen Bürgermeisters Josef Winter  entstand vor 25 Jahren die Idee, aus den alten, noch sehr gut erhaltenen Bergwerksstollen einen Schau- und Lehrstollen zu errichten und im April 1995 konnte die feierliche Eröffnung gefeiert werden. Insgesamt besuchten in den 25 Jahren über 80.000 Gäste aus aller Welt das Arzberger Schaubergwerk, um in die geheimnisvolle Welt der Bergleute unter Tage einzutauchen und die oft mühevollen Methoden der Erzgewinnung kennenzulernen. Auch Hochschulen dient es als Lehrobjekt, um die Bildungs-Bedingungen und den geologischen Werdegang von Lagerstätten studieren zu können. Zudem wurde hier die erste und bis heute einzige Erdbebenmessstation der Steiermark errichtet, die bis heute verlässlich seismische Daten aus aller Welt sammelt und an die Zentralanstalt in Wien weiterleitet. In den Jahren 2006/2007 wurde von Franz Möstl in einem Seitenstollen probeweise mit der Käsereifung gestartet. Es war so erfolgreich, dass 2009 ein eigener Stollen für die Käsereifung errichtet wurde, in dem seither der preisgekrönte Almenland Stollenkäse zu seiner Vollendung reift. Außerdem können interessierte Besucher bei einer gemütlichen Wanderung auf dem neu gestalteten Montanlehrpfad Wissenswertes über Geologie und Bergbau in der Region erfahren.

Anlässlich des 25-jährigens Bestandsjubiläums hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen: Der Knappenverein Arzberg unter Obmann OSR Otto Schinnerl und mit Hilfe von Dr. Leopold Weber hat in Zusammenarbeit mit dem Universalmuseum Joanneum und der Geologischen Bundesanstalt Wien eine umfangreiche Sonderausstellung zum Thema „Historischer und aktiver Bergbau in der Region Almenland“ konzipiert. Neben einer großen Schaukarte mit den Lagerstätten und Bergbauorten sowie deren Steckbriefen gibt es auch viele Originalschaustücke der abgebauten Erze und Mineralien zu sehen. Erstmals ausgestellt ist ein 5.000 Jahre altes Steinbeil aus der Jungsteinzeit, das in den 1940-er Jahren am Goller gefunden wurde. Daneben finden sich auch noch einige archäologische Fundstücke aus alten Bergbaugebieten. Passend zur Ausstellung wurde ein interessantes Begleitbuch erstellt, das eine ausführliche Dokumentation des Bergwerksgeschehens  im gesamten Almenland beinhaltet. Die Ausstellung dauert bis Ende 2022 und kann zu den Öffnungszeiten des Schaustollens besucht werden bzw. für Gruppen gegen Voranmeldung. Auch das Schaubergwerk hat für das Jubiläumsjahr einige Neuerungen zu bieten. Der Pulverturm als besonders wertvolles historisches Gebäude wird nun in die Führung integriert und man kann in einem Schauraum die Herstellung des Schwarzpulvers kennenlernen. Es gibt auch die Möglichkeit, Abenteuerführungen in den Tiefbau zu buchen, wo man in besonders alten Teilen des Stollens das Ergebnis der Arbeit der Bergleute sehen kann. Auch wurden neue Lichteffekte installiert, zusätzliche akustische Simulationen und diverse Ausstellungsobjekte, die die Arbeitswelt der Bergknappen noch anschaulicher präsentieren. Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall. Weitere Informationen über den Schaustollenbetrieb, Führungen usw. gibt es online unter www.arzberg.at.

KRÄFTIGER AUFWIND FÜR DIE SOMMERALM: GRUNDSTEINLEGUNG FÜR DAS NEUE WINDRAD

9. Juli 2020 by Silke Leitner

In der Region Almenland haben Klimaschutz und Erneuerbare Energie einen hohen Stellenwert. Auf Initiative von KEM-Manager Mag. Martin Auer wurde bereits viel bewirkt und die Partnerschaft mit der Energie Steiermark trägt ebenfalls Früchte. So werden ab kommendem Jahr 3.000 Haushalte im Almenland mit grünem Strom versorgt. Am 8. Juli fand am Plankogel auf der Sommeralm die feierliche Grundsteinlegung für die Errichtung eines neuen Hochleistungs-Windrades der Energie Steiermark statt. Noch heuer sollen die Fundamente komplett fertig gestellt sein. Mit diesem Projekt sollen rund 6.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Das 180 Meter hohe Windrad hat eine Leistung von 3,6 Megawatt und eine Gesamterzeugungsmenge von rund 10 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Das ursprünglich an dieser Stelle errichtete Windkraftwerk aus dem Jahr 1999, das auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Peter Stanzer aufgestellt wurde und das erste Windrad der Steiermark war, wurde in den vergangenen Wochen komplett abgebaut und zerlegt. Sein Nachfolger hat 380 Prozent mehr Leistung und erzeugt aufgrund neuester Technologien fast sieben Mal  mehr grünen Strom wie das alte „Pionier-Modell“. Insgesamt werden für dieses Projekt von der Energie Steiermark 6 Millionen Euro in die Hand genommen. In Summe hat das Unternehmen für die kommenden fünf Jahre über eine Milliarde Euro an Investitionen für Projekte im Bereich „grüne Energie“ eingeplant. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Windkraft: „Hier wollen wir uns massiv engagieren“, so die Vorstände Christan Purrer und Martin Graf. Insgesamt sind landesweit rund 100 neue Windräder geplant. „Mit der Anlage auf dem Plankogel setzt die Region Almenland bewusst ein klares Bekenntnis in Sachen Nachhaltigkeit und grüne, regionale Energieversorgung. Das gehört zu unserem Grundverständnis einfach dazu“, betonten Bürgermeister Thomas Derler sowie Almenland-Obmann Erwin Gruber beim Festakt anlässlich der Grundsteinlegung für das neue Windrad.

5 JAHRE „MITEINAND IM ALMENLAND“

6. Juli 2020 by Silke Leitner

Etwas über fünf Jahre ist es nun her, dass die ersten Flüchtlinge in Passail angekommen sind. In der Bevölkerung herrschte viel Unsicherheit und Ängste, zum Teil auch Ablehnung.  Aus diesem Grund entschloss sich Hans Knoll mit Unterstützung einiger Freiwilliger,  etwas zu tun und die Flüchtlinge zu unterstützen. So wurden rasch Deutschkurse organisiert, denn, so sind sich alle einig: die Sprache zu lernen ist das Wichtigste, um sich verständigen zu können und damit auch Ängste abzubauen. Immer mehr Freiwillige wollten mithelfen und so wurde im Juli 2015 der Verein „Miteinand im Almenland“ gegründet. Neben der Aus- und Weiterbildung der Flüchtlinge wurde der Schwerpunkt auf den Kontakt mit den Einheimischen gelegt. So wurden interessante Informationsveranstaltungen organisiert, wie etwas mit dem ORF-Korrespondenten Christian Wehrschütz, aber auch Benefizveranstaltungen, u.a. war auch Josef Hader in Passail zu Gast. Sportliche Aktivitäten, kulturelle Veranstaltungen sowie Kommunikation mit Schulen und Vereinen waren ebenfalls wichtig, um ein harmonisches Miteinander und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Und das ist bestens gelungen. So sind viele der Flüchtlinge in der Region geblieben und haben hier eine neue Heimat gefunden. Einige haben in einem der regionalen Betriebe sogar eine Ausbildung begonnen oder mittlerweile bereits abgeschlossen. Auch viele interessante Projekte wurden in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit der Gemeinde umgesetzt. Es wurde u.a. ein Malbuch mit Zeichnungen eines in Passail untergebrachten syrischen Künstlers herausgegeben und  eine Nähwerkstatt wurde eingerichtet, in der unter der Leitung von Josefa Ranzenhofer mittlerweile tausende handgenähte Taschen sowie andere Produkte von geflüchteten Frauen gefertigt wurden. So hat sich Passail zu einer Vorzeigegemeinde in punkto harmonischen Miteinanders von Flüchtlingen und der Bevölkerung etabliert, wie auch der Präsident der Caritas a.D. Franz Küberl betonte. Nach fünf Jahren legte Hans Knoll seine Funktion als Obmann des Vereins zurück, ihm wurde für seinen großartigen Einsatz gedankt. Ihm folgt der bisherige Obmann-Stellvertreter Erwin Vouk mit dem Leitsatz „Nur zuschauen ist zu wenig, man muss auch etwas tun“.

LANDESRAT CHRISTOPHER DREXLER AUF BESUCH IN PASSAIL

26. Juni 2020 by Silke Leitner

Wenige Tage vor der Gemeinderatswahl besuchte Landesrat Christopher Drexler den Bezirk Weiz, um mit Bürgermeistern und Spitzenkandidaten der Weizer Gemeinden über künftige Projekte und Vorhaben zu diskutieren. Der Abschluss seiner Rundtour durch den Bezirk brachte Drexler nach Passail. Gemeinsam mit dem ÖVP-Team und Vertretern von Kultur- und Sportvereinen nutzte Werner Berghofer den Besuch, Themen wie etwa die Nachwuchsförderung in den verschiedenen Sportvereinen mit dem zuständigen Landesrat zu besprechen. Neben sportlichen Angelegenheiten wurde beim Besuch des Landesrates auch über kulturelle Themen diskutiert, zum Beispiel die Wiederbelebung der Burgspiele in der Ruine Stubegg in Arzberg. Franz Hausleitner von den Burgspielen Stubegg präsentierte erste Ideen und warb beim Gespräch mit Landesrat Drexler um Unterstützung für die Pläne. „Es begeistert mich zu sehen, wie viele Passailerinnen und Passailer mit großem Engagement und Einsatz ihre Freizeit dafür einsetzen, der Bevölkerung in der Gemeinde ein breites sportliches und kulturelles Angebot zu bieten“, betonte Kultur- und Sportlandesrat Christopher Drexler. Und weiter: „Das ist ein entscheidender Faktor für eine lebendige Gemeinde und eine attraktive Region. Ich freue mich, die Gespräche über die Kultur- und Sportinitiativen in und um Passail bald fortführen und vertiefen zu können.“ Nach den Besuchen von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Bundesministerin Christine Aschbacher im März beweist das Treffen mit Landesrat Christopher Drexler erneut die gute Vernetzung der ÖVP Passail bis in die Regierungsspitzen von Bund und Land.

ENERGIEREGION WEIZ-GLEISDORF: RÜCKBLICK UND VORSCHAU

23. Juni 2020 by Silke Leitner

Nach dem Covid-19-Lockdown war die Generalversammlung der Energieregion Weiz-Gleisdorf am 22.6.2020 das erste persönliche Zusammentreffen ihrer Mitglieder. Dieses fand im Gemeindezentrum Unterfladnitz statt und stand unter der Überschrift „Rückblick und Vorschau auf die nächsten Vorhaben“. Nachdem einstimmig die Bilanz 2019 sowie das Budget 2020 durch die Vereinsmitglieder genehmigt wurde, galt die Aufmerksamkeit aller Beteiligten jenen Projekten, die aufgrund der Covid-19- Pandemie verschoben wurden. Dies ist zum einen das Mobilitätsprojekt „e-Kommunal Genial!“, bei dem die Fuhrparke der 12 Gemeinden für je zwei Monate mit jeweils zwei unterschiedlichen E-Nutzfahrzeugen ausgestattet werden. Hierzu die Projektleiterin Nicole Hütter: „Wir haben zwar gerade erst mit den Testfahrten in den ersten beiden Gemeinden begonnen, ich freue mich jedoch bereits sehr über die ersten überaus positiven Rückmeldungen. Die nächsten Gemeinden stehen schon in den Startlöchern und sind gespannt auf ihre Erfahrungen mit den E-Fahrzeugen.“Zum anderen informierte LEADER-Managerin Iris Absenger-Helmli, dass das Warten auf die Handy-, Tablet- und Laptopkurse des Projekts „Vital Digital“ ein Ende hat. Diese haben wieder Fahrt aufgenommen, nachdem sie zum Schutz der Seniorinnen und Senioren, die ja eine besondere Risikogruppe der Corona-Pandemie darstellen, vorübergehend pausiert wurden. Da es einen enormen Zulauf gibt sowie die Begeisterung und Dankbarkeit über das „Abholen in die Zukunft“ deutlich zu spüren sind, hat es sich die Energieregion zum Ziel gesetzt, künftig in diesen Bereich weiter zu investieren. Aber auch auf die Jüngsten warten spannende Themen in der Energieregion. Seitens des Klimafonds wurde das erste regionale Klimaschulen-Projekt – mit einem Gesamtvolumen von rd. 23.000 € – genehmigt. „Ab dem kommenden Schuljahr widmen wir uns gemeinsam mit drei Weizer Schulen – VS, NMS II und HLW – ihren engagierten LehrerInnen und SchülerInnen spannenden Klimaschutzprojekten aus den Bereichen Konsum, Lebensstil und Ernährung“, freut sich Christian Hütter, Manager der Klima- und Energie-Modellregion. Auch im Bereich „LEADER“ reagiert man auf die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Corona-Ausnahmesituation und legt mit den verbleibenden Fördergeldern einen Schwerpunkt auf die Bewusstseinsbildung hinsichtlich regionaler Lebensmittelkreisläufe sowie den Erhalt der Wertschöpfung und der Arbeitsplätze in der Region. Hiermit werden auch die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Digitalisierung von Unternehmen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Am Ende der Generalversammlung waren sich alle Anwesenden einig: Gemeinsam setzt man in der Energieregion Weiz-Gleisdorf in der aktuellen Situation auf die richtigen Themen.

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